Transrapid Teneriffa, Chancen für den Tourismus und neue Arbeitsplätze

Der Transrapid, das derzeit modernste und ökologischste Transportmittel, fährt, ausser auf der Teststrecke im Emsland, seit 2002 in Shanghai im Dauerbetrieb auf der 30km-langen Verbindung des Flughafens mit dem Zentrum. Dort hat er ca. 9 Mio. Kilometer Fahrleistung zurückgelegt sowie etwa 29 Mio. Fahrgäste unfallfrei transportiert (Stand Juni 2011), und zwar mit der sehr hohen Verfügbarkeit von 96 % und einer Pünktlichkeit von über 99 %.

 
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Nun soll auf Teneriffa erstmals eine 120km-lange Strecke gebaut werden. Derzeit wird eine Studie erstellt, die prüft, inwieweit das Projekt der High-Tech-Schwebebahn auf der Kanareninsel realisierbar ist.

Die Diskussion über den Transrapid im Allgemeinen und um den Planungsort "ausgerechnet auf einer Urlaubsinsel" im Besonderen schlägt derzeit hohe Wellen. Doch nicht immer ist sie von Sachkenntnis getrübt.
Der Transrapid ist auf kurzen bis mittleren Strecken eine starke Konkurrenz zur Eisenbahn, besonders zur Hochgeschwindigkeitsbahn, also dem ICE (Deutschland), dem TGV (Frankreich) oder dem Velaro (Spanien, China, Russland). Dass sich viele Länder für den Ausbau des Eisenbahnnetzes entschieden haben und gegen den Transrapid liegt hauptsächlich an folgenden Punkten:

- Kompatibilität: Es existiert bereits ein Schienennetz, der Transrapid erfordert einen eigenen Fahrweg.

- Nationale Interessen: Sowohl Züge als auch Schienen können von nationalen Firmen gebaut werden, während der Transrapid nur in Deutschland gekauft werden konnte (inzwischen auch in China). Speziell Frankreich steht in starker Konkurrenz zu deutscher Technik.

- Langfristige Einnahmequelle: Die Industrie, auch die deutsche, verdient gut an der Wartung der Züge (Radkränze, Achsen etc.) und der Strecken (Schienen, Gleisbett). Das entfällt beim Transrapid weitgehend durch die fast verschleißfreie Schwebetchnik.

Chancen für Teneriffa

Die Verkehrssituation

Teneriffa ist mit 80 km Länge eine kleine Insel. Das Zentrum ist praktisch unbewohnt, die Hälft der Insel steht unter Landschaftsschutz, von der anderen Hälfte dient wiederum die Hälfte der Landwirtschaft. Auf dem restlichen Viertel zwischen Meer und Bergen konzentrieren sich Städte, Dörfer, Urlauberzentren und Verkehrswege. Das Straßennetz ist überlastet, es gibt nur eine Autobahn zur Nord-Süd-Verbindung und drei sehr kurvenreiche Landstraßen. Auf engem Raum leben fast eine Million Einwohner, zusätzlich besuchen 5 Millionen Urlauber jährlich die Insel. Auch wegen der vielen Mietwagen ist die Fahrzeugdichte mit etwa 800 Autos pro 1.000 Einwohner eine der höchsten der Welt. In den Hauptverkehrszeiten steht man auf der Hauptverbindung vom Norden zur Hauptstadt immer im Stau. Dichter Verkehr mit Auffahrunfällen ist die Regel.

Die meisten Autos sind nur von 1-2 Personen besetzt, die Busverbindungen sind wenig attraktiv. Daher plant die Regierung seit Jahren eine Eisenbahnstrecke Nord-Süd von 120 km Länge, um die Straßen zu entlasten. Diese würde jedoch in dichtbesiedeltem Gebiet eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, weswegen den protestierenden Bürgern immer mehr Tunnel versprochen werden, die jedoch letztlich unbezahlbar sind.

Schwieriger Tunnelbau

Anders als im Flachland norddeutscher Ebenen lassen sich Tunnel nicht so einfach mit riesigen Bohrmaschinen in den Untergrund fräsen. Das Vulkangestein Teneriffas ist extrem heterogen, die Gesteinskarte gleicht einem Flickenteppich. Für Geologen ist Teneriffa ein Paradies, für Bauingenieure ein Albtraum: Hier steinharter Basalt oder Obsidian, der gesprengt werden muß, dort tuffähnliches Geröll, das in großen Massen nachrutscht und alles zuschüttet. Dazwischen immer wieder Spalten und Höhlen, in die schon ganze Bohrfahrzeuge auf Nimmerwiedersehen abgestürzt sind. Dazu kommen unvorhersehbare vulkanische Gasausbrüche - manche Höhlenexpedition ohne Atemschutz fand schon in den "Galerías", den Stollen zur Wassergewinnung der Insel, ihr tödliches Ende. Das alles macht den Tunnelbau zu einem unkalkulierbaren bautechnischen Risiko - horrende Kostensteigerungen und Bauverzögerungen inklusive. Ganze 40 km Tunnel würde die Eisenbahnstrecke benötigen, fast das Dreifache des Gotthardtunnels!

Die geplante Eisenbahn hat daher viele Gegner auf Teneriffa - zu Recht. "No al tren" sieht man überall als Parole an den Wänden. Andererseits muß eine Lösung für Teneriffas Verkehrsproblem her, so daß zwei unkonventionelle Querdenker am 5. Januar 2010 auf die Idee kamen: "Warum nicht der Transrapid?", was zunächst mit einem mitleidigen Lächeln quittiert wurde. Nähere Recherchen kamen aber zu dem Schluß, dass die Idee gar nicht so absurd ist, wie sie zunächst erscheint. Deren Ergebnisse und die der ersten Studie zum Thema finden Sie auf dieser Webseite vorgestellt.

Eine Vision für Teneriffa

Werbung auf Gegenseitigkeit

Der "Transrapid Tenerife" wäre mit 120 km die erste längere Strecke der neuen Transporttechnik nach Lathen und Shanghai (je ca. 30 km), und das auf einer Urlaubsinsel mit palmengesäumten Hügeln und Blick auf den meist blauen Atlantik. Von den jährlich 5 Millionen Besuchern der Insel würden sicher ein großer Teil die Gelegenheit zu einer Rundfahrt nutzen. Eine bessere Werbung kann sich eine neue Technologie kaum wünschen. Auch Interessierte aus aller Welt würden gewiß lieber eine Probefahrt auf einer "Insel des ewigen Frühlings" machen als im Emsland oder in China.

Auf der anderen Seite gibt es für eine Insel, die vom Tourismus lebt, keine bessere Werbung als die Aufmerksamkeit der Weltpresse ob des neuen Verkehrssystems. Zusätzliche Besucher, Schätzungen sprechen von 300.000-500.000, würden eher Teneriffa als Gran Canaria oder Fuerteventura buchen, um einmal mit dem fast lautlos schwebenden Technikwunder fahren zu dürfen. Eine Eisenbahn, die auch noch ein Drittel der Strecke im Tunnel unterwegs ist, lockt aber ganz sicher keinen einzigen zusätzlichen Besucher auf die Insel.

Arbeitsplätze

Für die derzeit krisengeschüttelte Wirtschaft Teneriffas mit einer hohen Arbeitslosenquote wäre das Projekt ein enormer Impuls - direkt wie indirekt. Direkt durch das Bauprojekt selbst, denn die Firma Max Bögl, der weltweit einzige Hersteller des Fahrweges, hat zugesagt, die Fabrik zur Herstellung des Fahrweges auf der Insel zu bauen. Sollten andere Länder und Regionen dem Beispiel folgen und Transrapidstrecken planen, so könnte man die Träger auch weiter auf Teneriffa herstellen und verschiffen - Häfen gibt es ja in der Nähe.

Ein weiterer Effekt, den Inselpräsident Ricardo Melchior hervorhub, wäre die bessere Mobilität: Die meisten Arbeitsplätze bietet der Tourismus im Süden der Insel, die meisten Arbeitslosen gibt es aber in der Region Santa Cruz-La Laguna und im Norden. Umziehen kommt für die meisten wegen der hohen Mieten im Süden nicht in Frage, und täglich mit dem Bus oder Auto in den Süden zur Arbeit zu fahren ist auf die Dauer zu teuer und zeitraubend. Eine wirklich schnelle Verbindung durch den Transrapid (in 34 Minuten von Sta. Cruz nach Adeje) würde den Arbeitsmarkt im Süden auch für die Tinerfeños des Nordens attraktiv machen, ohne dass sie ihre Familien und preiswerten Wohnungen aufgeben müssen, was wiederum die Staatskasse entlastet.

Aus zwei Flughäfen wird einer

Ein weiterer Punkt ist die schnelle Verbindung der beiden Flughäfen, die 65 km entfernt liegen, aber mit dem Transrapid in 21 Minuten verbunden werden können. Das erlaubt die Zusammenfassung beider Flughäfen zu einem Großflughafen mit zwei Terminals, wie es sie schon an anderen Orten der Welt gibt. Eine andere Option wäre die ersatzlose Streichung des Nordflughafens, der jährlich 15 Mio. € Defizit erwirtschaftet und dank besserer Anbindung überflüssig würde, zumal für den Süden eine zweite Starbahn geplant ist. Zehntausende von Anwohnern des Nordflughafens, die täglich unter dem Lärm der Einflugschneisen zu leiden haben, würden diese Lösung zu schätzen wissen. Auch die Flugsicherheit würde verbessert, da die Wetterverhältnisse im Norden oft für Probleme sorgen. Welche Option die Politik auch wählen mag und ob sich die Insel den Luxus zweier Flughäfen weiterhin leisten will - die verkehrstechnischen Vorteile liegen auf der Hand.

Der "Silicon-Valley-Effekt"

Teneriffa hat sich, auch dank der Bemühungen des Inselpräsidenten Ricardo Melchior, stark um Zukunftstechnologien bemüht. Das von Melchior initiierte "ITER"-Institut baut Windparks, betreibt Solarenergieforschung, u.a. mit dem seinerzeit größten Photovoltaikpark weltweit, und entwickelte dafür eigene preiswerte Wechselrichter. Kürzlich wurde ein neuer Internet-Knotenpunkt als Verbindung neuer Unterseekabel zwischen Europa, Afrika und (künftig) Amerika in Betrieb genommen. Der Bau einer neuen Transrapid-Hochtechnologie-Strecke zöge auch die Ansiedlung anderer High-Tech-Unternehmen nach sich - ein Phänomen, das auch als "Silicon-Valley-Effekt" bekannt ist. Zusammen mit den Steuervorteilen der sogenannten "ZEC"-Zone, einer Art Offshore-Steueroase, könnte sich Teneriffa zu einem attraktiven Forschungs- und Arbeitsplatz für fortschrittliche Technologien entwickeln.

Initialzündung für eine bessere Zukunft

Nicht zu unterschätzen ist auch der positive Effekt, den ein solch einmaliges Verkehrssystem auf die wirtschaftliche Stimmung der Tinerfeños haben würde: Das allgemeine Gefühl der Perspektivlosigkeit für die Zukunft angesichts der Krise, am Rande Europas und vergessen von Madrid, würde umschlagen in einen neuen Optimismus und den Stolz darauf, daß hier etwas besonderes gebaut wird, das weltweit Beachtung findet. Der Name "Teneriffa" würde nicht nur synonym für "Strand und Sonne" stehen, sondern auch für einen wirklichen Aufbruch in eine neue Welt, die längst dafür reif ist, daß das alte System von Eisenrädern auf Eisenschienen, das seit 1835 fast unverändert gebaut wird, endlich durch ein moderneres und leistungsfähigeres ersetzt wird. Die Weltpresse würde bewundernd auf Teneriffa schauen, und Journalisten aus allen Ländern der Erde würden die Einladung zu einer Probefahrt gerne annehmen. Der Werbeeffekt für die kleine Insel wäre viel größer als alle teuren und langweiligen Werbekampagnen der Kanaren zusammen.

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